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Sieben neue Windenergieanlagen am Escherberg Nord geplant

Die Planungen für den Ausbau der Windenergie im Bereich Escherberg Nord in der Gemarkung Alhausen schreiten weiter voran. Die Energiekontor AG aus Bremen plant dort die Errichtung von insgesamt sieben Windenergieanlagen.

Bereits am 21. Oktober 2024 wurde die Errichtung der sieben Anlagen beantragt. Vorgesehen sind Windenergieanlagen der Typen Vestas V172-7.2 MW und Vestas V162-7.2 MW mit einer Leistung von jeweils 7,2 Megawatt. Zusammen ergibt sich damit eine geplante Gesamtleistung von 50,4 Megawatt.

Die geplanten Anlagen erreichen je nach Ausführung eine Gesamthöhe von etwa 250 bis 266,5 Metern. Damit werden die Windenergieanlagen künftig deutlich über die umliegenden Waldflächen hinausragen und das Landschaftsbild im Bereich des Escherbergs mitprägen.

Die Standorte befinden sich innerhalb der kommunalen Konzentrationszonen für Windenergie sowie innerhalb der Flächenkulisse der ersten Änderung des Regionalplans. Nach vorheriger Beratung im Ausschuss für Bau, Straßen, Umwelt und Klimaschutz hatte die Stadt Bad Driburg am 14. Februar 2025 ihr gemeindliches Einvernehmen zu dem Vorhaben erteilt.

Genehmigung wird im September erwartet

Das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren für die sieben Windenergieanlagen läuft derzeit noch. Nach Angaben der Stadt Bad Driburg wird mit der Genehmigung durch den Kreis Höxter im Laufe des Septembers 2026 gerechnet.

Parallel dazu werden bereits die notwendigen vertraglichen und infrastrukturellen Voraussetzungen für eine mögliche Umsetzung des Windenergieprojektes vorbereitet.

Waldfläche für dauerhafte Zuwegung erforderlich

Für die dauerhafte Zufahrt zu den Windenergieanlagen sollen unter anderem kleinere Teilflächen städtischer Grundstücke in den Gemarkungen Alhausen und Pömbsen genutzt werden. Insgesamt geht es dabei um eine Fläche von 121,23 Quadratmetern.

Da diese Flächen planungsrechtlich als Wald gelten, ist für die Nutzung als Zuwegung eine dauerhafte Waldumwandlung erforderlich. Eine solche Umwandlung muss von der zuständigen Forstbehörde genehmigt werden.

Dabei wird unter anderem geprüft, ob die vorgesehene neue Nutzung für das Gemeinwohl von größerer Bedeutung ist als der Erhalt der betreffenden Waldfläche und ob nachteilige Umweltauswirkungen entstehen. Verlorengehende Waldfunktionen müssen grundsätzlich ausgeglichen werden, beispielsweise durch die Aufforstung anderer Flächen.

Die Stadt Bad Driburg ist in diesem Verfahren nicht nur als Belegenheitskommune beteiligt, sondern zugleich Eigentümerin der betroffenen Flächen.

Ausschuss entscheidet über Zustimmung

Der Ausschuss für Bau, Straßen, Umwelt und Klimaschutz soll über die Zustimmung zur beantragten Waldumwandlung am 24.09.2026, 18 Uhr beraten. Vorgesehen ist, der Umwandlung unter dem Vorbehalt zuzustimmen, dass der Kreis Höxter die erforderliche immissionsschutzrechtliche Genehmigung für das Windenergieprojekt erteilt.

Für die Nutzung der städtischen Grundstücke soll anschließend ein Gestattungsvertrag mit der Projektiererin geschlossen werden. Grundlage ist der vom Rat der Stadt Bad Driburg im April 2026 beschlossene Musterwegenutzungsvertrag. Für die betroffene Waldfläche wurde ein Verkehrswert von rund 771 Euro ermittelt.

Mit dem Verfahren wird damit ein weiterer Schritt für die mögliche Errichtung der sieben Windenergieanlagen am Escherberg Nord vorbereitet. Die eigentliche Umsetzung des Projektes bleibt von den noch ausstehenden Genehmigungen abhängig.

 

Weitere Informationen:
🔗Ratsinformationssystem der Stadt Bad Driburg
🔗Übersicht zu den Standorten der Windenergieanlagen im Kreis Höxter (links Layer Immissionsschutz anklicken)

 

Bilder:
https://www.energieatlas.nrw.de
Google Earth, KI generiert

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